Das Arbeitsprogramm der SPD Görlitz 2019–2024

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Reisetagebuch

02.06.2013

Hallo, Gerhild ist happy. Keiner ist ertrunken. Görlitz Bahnhof. Morgen fahre ich zurück. Habe aktiv gejubelt und bin eine kleine Strecke mitgelaufen. Hochachtung vor allen, die Halbmarathon oder gar den ganzen gelaufen sind. Im Nieselregen und dann im Schauer. Außerdem geht es zwischen Polen und Deutschland tüchtig auf und ab. Keine leichte Strecke, keine leichte Freundschaft. Freue mich auf einen Gegenbesuch der Görlitzer Genossinnen und Genossen. Allen, die geholfen haben, das Rote Meer zum Schwappen zu bringen, herzlichen Dank ! Viele Grüße Gerhard Uebersohn

     

31.05.2013

Ich sitze vor dem Rathaus in Zittau und trinke bei Sonnenschein einen Milchkaffee, dazu gibt es Kleckskuchen. Von Neustadt in Sachsen sind es 76 km. Da werde ich den Rest wohl auch noch schaffen, müsste theoretisch immer bergab gehen. Aufgebrochen bin ich nach einem Frühstück im Gewölbekeller der Börse in Neustadt. Als Attraktion wollte ich mir die amtliche Hauptquelle der Spree anschauen. Der Born ist aber versiegt. Nun geht es entlang der Neiße...

   
   

Bin um 19 Uhr nach 115 km angekommen. Jetzt wird erst einmal geduscht.

   

30.05.2013

Eine Riesenskulptur ziert Riesa. "Getarnt durch Baum und Borke wird des Malers Pinsel zum Spaten." Jörg Immendorf nennt das Werk Elbquelle. Winnetou lebt - in Radebeul. Aber die DDR ist nur noch im Museum zu bewundern.

   

Dresden, schuften für den Staatshaushalt. Der Wonnemonat neigt sich dem Ende zu. Ob der Juni sonniger wird?

   

29.05.2013

Heute war das Wetter übrigens recht akzeptabel, hat nur eine halbe Stunde geregnet. Bin jetzt in Riesa. Musste allerdings doch von Leipzig allein radeln, da der Genosse, der eigentlich mich begleiten wollte, einen Trauerfall in der Familie hat. Was macht denn die Neiße, noch im Flussbett? Da habe ich gestaunt, noch ein Gotha. Dieses in der Nähe von Leipzig. Bild zwei, eine echte Perle! Schloss Plüchau. In Wurzen wirkte Ringelnatz: ich bin ein armes Zwiebelchen, nehmt mir das nicht übelchen.

   

Nietzsche ist tot. Zu seinem hundertsten Todestag wurde in seinem Geburtsort Röcken bei Leipzig ein Denkmal aufgestellt, das ihn dreimal bei seiner eigenen Beerdigung zeigt. Davon hat er mehrfach geträumt. Seine Ideen hingegen werden aufgegriffen, um Protest zu untermauern. Ein paar Häuser vom Geburtshaus Nietzsches entfernt hat ein Nachbar ein Transparent an seiner Hauswand befestigt. Auf dem Transparent steht: "Die Staaten sind die kältesten aller kalten Ungeheuer" - Nietzsche . Keinen neuen Braunkohleabbau. Braunkohlekraftwerke = Umwelt- und Klimakatastrophe Die Wiesbadener haben sich immerhin erfolgreich gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks gewehrt.

   

Hallo, Leipzig ist eine Universitätsstadt, obwohl dort keine European Business School ist. Wie machen die das nur?

   

28.05.2013

In Naumburg steht nicht Marx im Mittelpunkt, sondern Nietzsche, der in dem Haus an der Stadtmauer viele Jahre gelebt hat. Naumburg hat sie noch, die Stadtbahn. In Wiesbaden wurde sie abgeschafft. Wir schaffen es partout nicht, sie wieder einzuführen. Ab Naumburg wollte ich an der Saale hellem Strande weiterfahren. Aber zwangsläufig musste ich eine im Wortsinn hohe Straße suchen.

   

27.05.2013

Im Fröhlichen Mann war ein Stammvater der SPD, August Bebel, 1896 zu Gast. Das Haus steht wenige Meter vom Bach-Haus entfernt, kurz vor dem Lutherhaus. In Eisenach war was los. Ohne Unterbrechung hat es auf der Fahrt von Lauterbach nach Eisenach geregnet. Abends gab es im Brunnenkeller Thüringer Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, dazu ein Eisenacher Wartburgpils, wie es sich gehört.

   

Willy und Billy waren auch hier. Letzterer mit dem Dicken aus der Pfalz. Wie schwer es ist, einen Laden in Schuss zu halten, zeigt die Sonne. Sie hat schon bessere Tage gesehen.

   

Im Schein kommt das Sein an die Oberfläche. Manchmal liegt das Sein aber auch in der Tiefe. Was aussieht wie eine Pfütze, entpuppte sich als wahrer Tiefensee. Die Satteltaschen wurden geflutet, die Fahrradflasche weggespült. Das war kurz nach Eisenach, auf dem Radweg entlang der Hörsel. Mittendrin im Malheur überlegte ich: umkehren? Aber nein: Vorwärts! Typisch sozialdemokratisch...

   

Gotha adelt, damit wirbt die Stadt. Aber sie weist auch auf die "Gedenkstätte Tivoli" hin. Im Prospekt heißt es: Gedenkstätte "Gothaer Parteitag 1875" mit historischem Saal. Das Tivoli gilt seitdem als Geburtsstätte der Deutschen Sozialdemokratie. Ich habe geklingelt, aber mir wurde nicht aufgetan. Montags hat die SPD in Gotha geschlossen.

   

Die Partei ist alt, aber der Baum ist älter. Es ist die älteste Linde Deutschlands, steht in Schenklengsfeld und hat vier Stämme, die Partei ja nur zwei.

   

Dem Dichterfürsten, der sich selbst vor allem als Naturforscher sah, hätte es gefallen. Die Natur lässt sich nicht domestizieren. Auch ein Flussbett ist nichts Dauerhaftes. In Weimar ist die Ilm über die Ufer getreten. Auf der Landstraße und nicht wie geplant am Ufer der Ilm entlang bin ich nach Jena gefahren. Nach Erfurt hatte der Regen aufgehört. Aber die Flüsse sind noch angeschwollen. Morgen fahre ich die Saale entlang. Auf Pfützen werde ich achtgeben.

   

26.05.2013

Heute habe ich mich im Grenzland von Hessen und Thüringen bewegt. 118 km durch Dauerregen. Aber ich bin wohlbehalten in Eisenach angekommen und habe im Brunnenkeller selbstverständlich Thüringer Sauerbraten und Klöße mit Rotkohl gegessen, dazu gab es ein Eisenacher Wartburgpils. Auf sozialistische Spurensuche begebe ich mich morgen.

25.05.2013

Was war das ein kämpferisches Finale! Trinke gerade ein Lauterbacher Pils. Nach neuneinhalb Stunden auf dem Rad und 147 km von Wiesbaden genau das Richtige. Zunächst bin ich nach Frankfurt gefahren, wo heute Wolkenkratzertag ist. Das erste Foto zeigt aber ein weiteres Rathaus, in dem die Amtskette weitergegeben wurde. Der Peter hat die Petra abgelöst. Nach dem Römer kommt die Paulskirche, die Wiege der Demokratie. Geld und Bildung, dafür steht Bild drei. Es zeigt das Portal der ehemaligen Stadtbücherei. Das Gebäude wurde wieder aufgebaut und beherbergt jetzt das Literaturhaus. Wie man auf dem nächsten Bild sieht: die Zentralbank ist fast fertig - der Euro auch. Mal sehen, wem die Alternative für Deutschland die Wählerstimmen abjagt. Schließlich ein Denkmal der "Neuen Frankfurter Schule", gleich neben der Gerbermühle, wo der Geheimrat Goethe (ganz alte Frankfurter Schule) so manchen Schoppen getrunken hat. Wo nicht?

   

Frankfurt hat die Hohe Straße reaktiviert. Bild eins zeigt den Lausbaum, die anderen Fotos habe ich am Wartbaum aufgenommen.

   

Am Wartbaum habe ich die Hohe Straße verlassen und bin auf den Bahnweg eingeschwenkt, ehemalige Bahntrassen, die als Fahrradweg ausgebaut sind. Eigentlich traurig. Mehrere hundert Kilometer mit geringer Steigung. Die Vulkanroute über den Vogelsberg hat in Glauberg eine Sensation. Keltische Gräber wurden gefunden. Der Star ist der Keltenfürst. Sieht aus wie Mickey Mouse. Aber Strom gibt es auch schon.

   

23.05.2013 Vor dem Start

Liebe Gerhild, liebe Genossinnen und Genossen, auf den Tag genau 150 Jahre ist es her, dass Ferdinand Lassalle in Leipzig die Grundlage für die SPD legte. In ganz Deutschland wird das gefeiert. In besonderer Weise in Görlitz, der Partnerstadt von Wiesbaden. Bald geht es los, und ich mache mich auf nach Görlitz, um als Läufer im roten Meer einzutauchen. Wie werde ich hinfahren? Auf der Hohen Straße, die seit dem Mittelalter die Handelsstädte Frankfurt am Main und Leipzig miteinander verbindet, wobei die Hohe Straße wiederum Teil der Via Regia ist, an der Görlitz liegt. Von unterwegs werde ich mich ab und zu melden. Aber zunächst einmal einige Bilder zu Wiesbaden. Da ist zunächst das Rathaus, in dem zu unserer Freude im Juli ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister frisch gewählt sein Amt antreten wird. Im Hessischen Landtag, Bild 2, regiert noch ein Ministerpräsident der CDU, aber das wird sich hoffentlich nach der Landtagswahl am 22. September ändern. Der junge Mann auf Bild 3 ist er, der neue Oberbürgermeister von Wiesbaden. Sven Gerich steht vor einem Gemälde Willy Brandts, der mit seiner Entspannungspolitik Brücken zwischen Ost und West baute. Viele Grüße Gerhard Uebersohn

   

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