ÖPNV

In der SPD kommt heute niemand mehr an neuen Modellen von Mobilität vorbei, die uns zeigen, wie wir auch ohne Autos durch die Welt kommen. Für viele gehört der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) aus Überzeugung zu den Dingen, deren Veränderung/Veräußerung und mitunter Verschleppung gerade von Sozialdemokraten kritisch ins Auge gefasst werden muss.

Hier geht es darum, dass Menschen aus Überzeugung aufs Auto verzichten können, wenn sie es denn möchten. Und es geht auch darum, für alle diejenigen, die sich ein privates Auto nicht leisten können oder wollen, nicht von der Welt abgeschnitten sind.

Betrachtet man weltweit Nahverkehrsmittel, dann sind vor allem die erfolgreich, die in kurzem Takt hintereinander regelmäßig fahren. Wenn daraus abgeleitet wird, dass diejenigen wenig erfolgreich sind, die nur gelegentlich oder gar nicht regelmäßig fahren, dann dürften wir in einer wenig erfolgreichen Region leben. Und in der Tat, das ist auch so. Wer auf dem Lande wohnt, bekommt das besonders in den Schulferienzeiten und an den Wochenende zu spüren. Der Busverkehr geht dann gegen Null, überwiegend sind die Straßen voll mit privaten Fahrzeugen. Die Politik spielt der Wirtschaft in die Hände, vor allem der Automobilindustrie.

Und auch die Verhältnisse auf der Schiene sind wenig bürgerfreundlich. Das betrifft vor allem auch die Anbindung von Görlitz in das Schienennetz.

Auf diesen Seiten finden Sie Artikel und Argumente. Diskutieren Sie mit uns, wir freuen uns darüber.
 

 

Busbahnhof für Görlitz

Schon lange wird über einen neuen Busbahnhof geredet. Momentan eher gelächelt...

 

Der reale Irrsinn...

...oder Vom Wunsch, in Görlitz eine Mauer zu errichten

von Gerhild Kreutziger, SPD-Ortsvereinsvorsitzende

Es ist einige Jahre her, da war unter der Hand zu erfahren, dass Görlitz einen neuen Busbahnhof bekommen soll.

Die Pläne sahen vor, dass die Busse am oberen Ende der Krölstraße auf das Güterbahnhofsgelände links einbiegen und direkt auf einen von der Bahn nicht mehr genutzten Bahnsteig fahren. Dort aussteigen und innerhalb des Bahnhofs umsteigen wäre zwar immer noch mit dem Wechsel von einem zum anderen Bahnsteig verbunden gewesen, aber allein aus Zeit- und Witterungsgründen durchaus eine attraktive Vorstellung für Menschen, die nicht mit dem Auto unterwegs sein wollen. Der Bus wäre dann geradeaus über den Bahnsteig weiter gefahren und am Jakobstunnel wieder auf die Straße eingebogen. Verbunden mit der Sanierung bzw. dem Einbau von einem oder mehreren Fahrstühlen auf dem Bahnhof wäre das zugleich auch eine die Inklusion fördernde Umbaumaßnahme des Bahnhofes gewesen.

Nun denn, über den Bahnhof ist ja inzwischen viel geschrieben und die Zeichnungen des Busbahnhofs von damals sind mir heute nicht mehr zugängig (habe sie aber mit eigenen Augen gesehen und so viel Modernität in Görlitz  nicht vermutet).
Nun soll also ein Busbahnhof gebaut werden, der nicht ganz so komfortabel ist. Immerhin, man muss ja auch etwas für die Leute ohne Auto tun.

Dass aber dafür die Mauer davor abgerissen und aus denkmalpflegerischem Erfordernis im rechten Winkel dazu wieder aufgebaut werden soll, ist schon irrsinnig genug.

Dass das aber dazu führt, dass kein Geld für ein zu errichtendes öffentliches Toilettenhauses da sein wird, ist ein Treppenwitz der Geschichte. „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ hieß es einst – in Görlitz wird das Zitat modifiziert: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer wegzureißen. Wir drehen die Mauer einfach mal fix um 90 Grad.“ Es geht vielleicht auch so: Früher hieß es: “Wir bauen auf und reißen nieder, da ha’m wir Arbeit immer wieder“. Heute klingt das “Wir reißen ab und baun sie (die bewußte Mauer) wieder auf, da geht dem Denkmalschutz das Herze auf!“

Liebe Denkmalschützer,
bitte fahrt einmal nach Straßburg und schaut Euch an, wie ein ordentlicher Busbahnhof aussieht. Bei der Gelegenheit am besten auch gleich noch die Niederflurstraßenbahnen.Wem nützen die Denkmäler, wenn alte Menschen nicht mehr in Straßenbahnen und Bussen einsteigen können, wenn Reisende nach langer Reise nicht eine Toilette finden können in ihrer ohnehin beschwerlichen Situation, wenn man bedenkt, dass ja die meisten Gepäck bei sich führen?

 

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