Das Arbeitsprogramm der SPD Görlitz 2019–2024

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31.05.2021 in Jugendpolitik von Gerhild Kreutziger

Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag

 

Der 1. Juni wird als Internationaler Kindertag hierzulande gefeiert. Die Aktivitäten an diesem Tag reichen von Kinderfesten bis hin zu politischen Aktionen. Allen gemein ist, ein öffentliches Bewusstsein für die Lage der Kinder zu schaffen.

Als Geburtsstunde des heutigen Internationalen Kindertages gilt die Genfer Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder im Juni 1925, deren 54 internationale Vertreter schließlich die Genfer Erklärung zum Schutz der Kinder verabschiedeten.

Gleichwohl der Gedanke des Schutzes der Kinder auf diese Weise internationale Aufmerksamkeit erfahren hatte, wurde der Internationale Kindertag am 1. Juni in den folgenden Jahren und vor allem nach Ende des Zweiten Weltkrieges hauptsächlich von den kommunistischen Staaten des Ostblocks begangen. Dies ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass der Kindertag seit den 1930er Jahren vor allem von der sozialistischen Arbeiterbewegung getragen wurde.

Während die DDR den Internationalen Kindertag am 1. Juni im Jahre 1950 einführte und diesen im großen Stil mit zahlreichen Festen und Umzügen feierte, beging man seit 1954 auf Anlass der Vereinten Nationen in der BRD den Weltkindertag am 20. September.

Nach der Wiedervereinigung können wir uns freuen, dass die Kinder und deren Rechte an zwei Tagen im Jahr unsere Aufmerksamkeit bekommen.“ so Harald Prause-Kosubek, Bundestagsdirektkandidat der SPD. „Die SPD setzt sich dafür ein, dass noch in dieser Legislaturperiode die Kinderrechte in der Verfassung fest verankert werden, denn nur so werden Kinder als Grundrechtsträger tatsächlich anerkannt.“ Und er betont „Fridays for Futur zeigt uns sehr deutlich, Kinder wollen das Hier und Jetzt, aber auch die Zukunft mitgestalten und mitbestimmen und nicht nur die Hypotheken tragen, die die vorherigen Generationen verursachen. Und eine solche Forderung ist nicht nur gerecht, nein, sie entspricht auch dem geltenden Generationenvertrag.“

16.10.2020 in Jugendpolitik von Gerhild Kreutziger

30. Geburtstag des Kinder- und Jugendhilfegesetztes

 

Mit dem 3. Oktober verbinden sich berechtigter Weise vielfältige Lebensgeschichten in Ost und West. Lebensgeschichten mit biografischen Um- und Aufbrüchen. Eine Zeit der Veränderung und

Neuorientierung für viele Menschen. Sie herauszuheben, ist wichtig und zeugt von der Anerkennung ihrer Lebensleistung.

Der 3. Oktober 1990 ist aber auch ganz besonders mit dem Um- und Aufbruch der Kinder- und Jugendhilfe verbunden. Denn mit dem Tag der Wiedervereinigung trat das Kinder- und Jugendhilfegesetz in den neuen Bundesländern in Kraft und so fast drei Monate bevor es in den alten Bundesländern seine Wirkung entfalten sollte.

Endlich war es möglich, Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche so zu gestalten, dass Mit- und Selbstbestimmung, Individualität und Selbstverantwortung im Vordergrund stehen. Die Abkehr von einer eingriffsorientierten und repressiven Haltung gegenüber familiären Strukturen und individuellen Lebensentwürfen war klar gegeben.

Getragen von der Euphorie der Ereignisse während der friedlichen Revolution und der damit verbundenen Kraft, betonierte Strukturen aufzubrechen, entwickelte sich eine Landschaft sozialer Angebote, die an Kreativität und Innovation einzigartig war und deren Umsetzung aus heutiger Sicht so leicht erschien, vielleicht auch, weil die Möglichkeiten und Chancen erkannt und genutzt wurden.

Bis heute ist für mich das bedeutendste Moment im Kinder- und Jugendhilfegesetz – heute SGB VIII – das Recht des Kindes auf Beteiligung. Kinder zu fragen, Kinder anzuhören, Kinder mit ihren

Bedürfnissen und Wünschen, mit ihren Interessen und Forderungen ernstzunehmen und diese auch in den Alltag und ihrem Lebensumfeld zu integrieren, war und ist nicht nur besonders wichtig, nein, es war auch vor 30 Jahren ein Stück revolutionär. Denn bedenken wir doch, bis zum Jahr 2000 gehörte der „Züchtigungsparagraf“ zu einem juristischen Denkschemata in Deutschland.

Sicher hat die UN-Kinderrechtskonvention einen enormen Beitrag geleistet, dass dieses Recht des Kindes in einem der wichtigsten Gesetzgebungen Einzug hielt, aber es war auch ein besonderes

Rechtsverständnis, das den Vätern und Müttern des KJHGs zugrunde liegt, und davon zeugt, dass Kinder keine Objekte erzieherischen Handelns der Eltern oder Institutionen sind, sondern dass sie als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenständigen Rechten gesehen werden müssen.

Dass die Beteiligung von Kindern z.B. bei Wahlen noch keine Wirklichkeit ist, ist äußerst bedauerlich und empörend, aber dass sich Kinder und Jugendliche bei „Fridays for Future“ ihre Mitbestimmung einklagen, ist hoffnungsvoll und vielleicht auch ein Resultat aus einem in der Jugendhilfe gewachsenen Verständnis der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. So ist es wiederum fast verständlich, dass dieses Engagement Kinderrechtler weniger erschreckt, sondern sie bestätigt, auf ihrem Weg zu einer alters- und entwicklungsgerechten Beteiligung von Kinder und Jugendlichen.

Auf diese 30 Jahre Entwicklung zu schauen, ist wichtig, erfreulich und macht Mut und Zuversicht für die Zukunft.

Cordula Lasner-Tietze

06.05.2014 in Jugendpolitik von Gerhild Kreutziger

Planspiel Jugend und Parlament- Rietschener fährt nach Berlin

 

Anlässlich des vom 31.5 bis 3.6. stattfindenden  Planspiels „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk:

Ich freue mich sehr, dass mit dem 16-jährigen Schüler Paul Brehmer ein Vertreter aus meinem Wahlkreis nach Berlin fährt.

Der Sohn des Rietschener Bürgermeisters Ralf Brehmer ist gemeinsam mit weiteren 314  Jugendlichen aus dem gesamten Bundesgebiet im Alter von 16 bis 20 Jahren eingeladen, um in einem groß angelegten Planspiel den Weg der Gesetzgebung im Deutschen Bundestag zu simulieren. Das Planspiel, das vom Besucherdienst des Deutschen Bundestages durchgeführt wird, vermittelt den Jugendlichen eigene Erfahrungen und Einblicke in die komplexen parlamentarischen Abläufe und in die Arbeit der Fraktionen. Durch die Nutzung der Originalschauplätze (Plenarsaal, Fraktions- und Ausschusssäle) gewinnt die Veranstaltung zusätzlich an Reiz.

 

01.12.2013 in Jugendpolitik

Drei Görlitzer Jusos in den neuen Vorstand des Jusos-Kreisverbandes gewählt

 


Mit Paul Ludwig als Vorsitzendem, Svenja Wester als stellvertretender Vorsitzender und Fabian Lindner (Beisitzer) wurden am Samstag, dem 23.11. gleich drei Görlitzer Sozialdemokraten in den neuen Vorstand der Kreis-JUSOs gewählt. Mit seinem Team aus erfahrenen und neuen Jusos möchte der neu gewählte Görlitzer JUSO-Vorsitzende Paul Ludwig das Jahr 2014 zu einem spannenden JUSO-Jahr werden lassen. Unter anderem ist eine Zusammenarbeit mit der Görlitzer Stadtmission/Bahnhofsmission geplant. Außerdem wird der neue Vorstand den Kontakt zu den bestehenden politischen Jugendprojekten in Görlitz und den Studierenden in Görlitz und Zittau suchen. Weitere Vorhaben im Kreisgebiet gemeinsam mit den JUSOs aus der Region um Weißwasser als auch in der Oberlausitz sind im Entstehen. Das ehrenamtliche Engagement des neuen Vorstands wird unterstützt durch erfahrene Sozialdemokrat_innen des SPD-Kreisverbandes.

09.11.2013 in Jugendpolitik von Gerhild Kreutziger

Beste Suchtprävention ist immer noch die Jugendarbeit!

 

Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Jurk, MdB erklärt angesichts der aktuellen Debatte zum Anstieg der Drogenabhängigen im Landkreis Görlitz:

Keine Frage, einem so komplexen Thema kann nicht mit einfachen Lösungen begegnet werden. Drogen-, Online- oder Alkoholsucht sind auch Ausdruck einer inneren Leere und Orientierungslosigkeit, die nicht ausschließlich ein Jugendthema ist, sondern angesichts von Leistungsdruck und Stress auch in mittleren Altersgruppen zu nimmt.

Folglich sind wir alle, ob Eltern, Lehrer oder auch Arbeitgeber, gefordert nach Antworten zu suchen. Auch die politischen Akteure stehen in der Pflicht ihren Betrag zu leisten. In den letzten Jahren erleben wir jedoch das blanke Gegenteil. Einem vermeintlichen Spardiktat der öffentlichen Haushalte folgend, werden zuerst freiwillige Leistungen gestrichen. So fehlen Sozialpädagogen, Streetworker und Betreuer in den Beratungszentren ebenso wie sinnvolle Freizeitangebote. Selbst die aktuelle Debatte um die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis macht deutlich, dass die Folgen einer radikalen und kurzsichtigen Sparpolitik in ihrer Gesamtheit verheerend wirken.

Die Politik muss endlich begreifen, dass Investitionen mit “Köpfchen in Köpfe” sehr wohl die Zukunftschancen unseres Landes bestimmen. Angesichts einer brummenden Konjunktur, Rekordsteuereinnahmen und beträchtlicher Rücklagen im Freistaat Sachsen ist diese Landesregierung nicht versetzungsfähig. Zahlreiche Initiativen und Anträge der SPD-Landtagsfraktion, bspw. zur auskömmlichen Finanzierung der Jugendarbeit und der Suchtberatung, wurden in den letzten Jahren von CDU und FDP abgelehnt. Auf eine Antwort der Landesregierung zur Lösung der unverschuldeten Finanzmisere im Landkreis Görlitz warten die Menschen ebenfalls vergeblich. “Vielleicht trägt ja die beginnende Adventzeit zur Besinnung der Regierung auf das Wesentliche bei. Wir werden mit neuen Initiativen und Anträgen auch im kommenden (Wahl) Jahr prüfen, ob Tillich und Co. ein Licht aufgegangen ist”, so Jurk abschließend.

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