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Die schwarz-gelbe Gesundheitsreform

Veröffentlicht am 21.01.2011 in Bundespolitik

Risiken und Nebenwirkungen
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will Gesundheit noch stärker als bisher vom Geldbeutel der Einzelnen abhängig machen. Sie ebnet den Weg zu einer Drei-Klassen-Medizin, die Sie direkt betrifft. Die SPD bevorzugt mit der Bürgerversicherung ein faires, solidarisch finanziertes System, von dem alle gleichermaßen profitieren.
Informieren Sie sich daher über die Risiken und Nebenwirkungen der schwarz-gelben Gesundheitsreform und über Ihre Rechte.

Kostensteigerung und Zusatzbeiträge
Ihr Beitragssatz für die gesetzliche Krankenkasse ist seit dem 1. Januar 2011 von 14,9 auf 15,5 Prozent gestiegen.

Risiken und Nebenwirkungen:
Die Arbeitnehmer zahlen mit 8,2 Prozent einen höheren Beitragssatz.
Der Arbeitgeberanteil wird bei 7,3 Prozent festgeschrieben. Arbeitnehmer dagegen müssen mit weiter steigenden Beiträgen und einer zusätzlichen Kopfpauschale rechnen.
Die Krankenkassen können zukünftig eine beliebig hohe Kopfpauschale von den Versicherten verlangen, unabhängig vom Einkommen. Eine staatliche Unterstützung für Menschen mit weniger Einkommen greift erst, wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen die Grenze von 2 Prozent des Bruttoeinkommens übersteigt.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse:
Auch 2011 gibt es zahlreiche gesetzliche Krankenkassen, die keine Kopfpauschale verlangen. Informieren Sie sich.
Wenn Ihre Krankenkasse 2011 eine Kopfpauschale erhebt, haben Sie das Recht, Ihre Krankenkasse zu wechseln.

Vorkasse
Seit dem 1. Januar 2011 könnte Ihr Arzt Sie zur Vorkasse bitten, damit Sie überhaupt einen Termin bekommen. Sie müssen erst einmal die Rechnung bezahlen und bekommen dann einen Teil des Betrages, in der Regel die Hälfte, für Ihre Behandlung von der Krankenkasse zurückerstattet.

Risiken und Nebenwirkungen:
Die Rechnung des Arztes darf bei Vorkasse deutlich höher sein als der Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse zurückerstattet. Alles, was Ärzte mehr berechnen, zahlen Sie aus eigener Tasche. Kosten werden nur zurückerstattet, wenn Sie die Vorkasse vorher bei Ihrer Krankenkasse angemeldet haben. Andernfalls bekommen Sie nichts zurück.
Vorsicht, die Kassen können zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr verlangen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse:
Bestehen Sie auf einer Behandlung ohne Vorkasse. Auch in Zukunft zahlen die gesetzlichen Krankenkassen alle medizinisch notwendigen Leistungen. Wenn Ihnen ein Arzt zu der von Gesundheitsminister Rösler neu eingeführten Privatbehandlung rät, lehnen Sie ab. Es handelt sich um Abzocke. Die Krankenkassen haben keine Leistungen gestrichen.
Sollten Sie keinen Termin bekommen, weil Sie keine Vorkasse leisten, beschweren Sie sich sofort bei Ihrer Krankenkasse.

Preissteigerung bei Medikamenten
Seit dem 1. Januar 2011 können Ärzte, Apotheker oder Pharmafirmen versuchen, Ihnen teurere, aber wirkgleiche Medikamente anzubieten.

Risiken und Nebenwirkungen:
Wenn Sie ein Medikament einnehmen sollen, das mit gleichem Wirkstoff auch günstiger zu erhalten wäre, erstattet die Krankenkasse Ihnen nicht den Preis in voller Höhe.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse:
Viele Krankenkassen haben Rabattverträge für zahlreiche Arzneimittel. Für andere Arzneimittel gibt es feste Preise, die die Kasse übernimmt. Damit erhalten Sie gute Arzneimittel zu fairen Preisen.
Fragen Sie daher gezielt nach Arzneimitteln, für die Ihre Kasse günstige Verträge abgeschlossen hat oder die zum Festbetrag erhältlich sind. Sonst zahlen Sie auch bei Medikamenten selbst dazu. Für die von
Gesundheitsminister Rösler eingeführten Mehrzahlungen gibt es weder eine Höchstgrenze noch einen Sozialausgleich.

Wechsel zu einer Privaten Krankenversicherung?
Seit dem 1. Januar 2011 ist der Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) leichter. Das gilt aber nicht für die Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Risiken und Nebenwirkungen:
Die Privaten Krankenkassen locken mit günstigen Einsteigertarifen. Der Beitragssatz steigt im Schnitt um 5 Prozent pro Jahr. In einigen Fällen steigen die Beiträge um bis zu 30 Prozent. Innerhalb von zehn Jahren können sich die Beiträge verdoppeln. Das wird schnell teuer.
Sind Sie in der PKV, ist ein Wechsel zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung schwieriger. Auch wenn Sie die Beiträge jetzt zahlen können: Im Alter oder bei chronischen Krankheiten zahlen Sie schnell hohe Beiträge.
Kinder und Ehepartner müssen extra versichert werden.

Gesundheit für alle.
Die Bürgerversicherung der SPD.

Das sind die Eckpunkte der SPD-Bürgerversicherung:

Die Bürgerversicherung ist gerechter.
Sie macht Schluss mit der bestehenden Zwei- Klassen-Medizin. Nicht mehr der Status der Versicherung und erst recht nicht die Art der Abrechnung, sondern allein die Schwere der Krankheit entscheidet über Schnelligkeit und Umfang der Behandlung.

Die Bürgerversicherung ist leistungsfähiger.
Sie gibt eine faire Antwort darauf, wie wir das Geld aufbringen, das wir dringend brauchen, um eine gute Versorgung für alle zu gewährleisten. Dazu gehören auch eine bessere Vergütung und Anerkennung von Fachkräften im Gesundheitswesen.

Die Bürgerversicherung ist solidarischer.
Sie sorgt für ein einheitliches und transparentes Krankenversicherungssystem, in dem Gesunde für Kranke und Starke für Schwache einstehen. Sie beteiligt Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch zu gleichen Teilen an den Beiträgen. Damit werden niedrige und mittlere Einkommen entlastet. Die Bürgerversicherung sorgt mit zusätzlichen Steuermitteln dafür, dass alle solidarisch an den Kosten beteiligt sind.

 

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