Görlitzer Jugend

Jugendarbeit ist ein wichtiges Thema in Görlitz. Allerdings haben wir Sozialdemokraten manchmal eine andere Sichtweise als die anderen Meinungsmacher in der Stadt.

 

Stellungnahmen zum Jugendzentrum

  • Marc-Philipp Engert (15)

    Der Jugendtreff im Werk 1 ist eine Idee von dem Dresdner Architekten Friedemann Rentsch. Für die Görlitzer Jugend wäre dies, falls der Stadtrat dem stattgibt, eine sehr große Bereicherung, da es für die Jugendlichen in Görlitz recht mau aussieht. Königshufen hat zwar einen „Kinderclub“, aber für 14-16jährige ist dieser eher nichts, was ich selbst bestätigen kann. Allerdings bringt das Bauvorhaben offene Fragen mit sich, z.B. Kann sich die Stadt Görlitz ein solches Bauvorhaben leisten? Wie lange wird gebaut? Wird die Jugend es annehmen? Wird eine Betreuung der Jugendlichen gegeben sein? Zur Frage, ob das Jugendzentrum angenommen wird, kann man erst mal nur spekulieren. Ich persönlich denke, dass man die genaue Nutzung mit den Jugendlichen in einem Gespräch vereinbaren sollte, damit die Interessen der Jugendlichen beachtet werden können, denn nur so kann man eine hohe Teilnahmezahl erreichen, finde ich als Jugendlicher. Denn wenn für mich nichts dabei ist, werde ich mit Sicherheit nicht hin gehen. Es ist auf jeden Fall ein guter Schritt, wieder Schwung in die Görlitzer Jugend zu bringen. Lassen wir uns überraschen, was die Stadt für uns geplant hat.

  • Martin Zien (33)

    1. Es ist höchst unseriös, wie das Projekt momentan mit der Brechstange umgesetzt werden soll. Die unklare Finanzierung und der unklare Unterhalt erhöhen die Gefahr, dass das Projekt von der Amtsaufsicht kassiert wird. Der Schaden für die Politik in dieser Stadt ist nach dem Stadthallen-Fiasko gar nicht abzusehen. Ob diese Politik eine bessere als die des Amtsvorgängers ist, muss sich noch zeigen. Jedenfalls weckt die öffentlich vorgetragene Unkenntnis von Dr. Wieler auf dem Gebiet des Haushaltsrechts starke Zweifel daran, dass dieses Projekt bei der derzeitigen Administration in richtigen Händen ist.
    2. Der Betrieb wird zu Lasten von anderen freiwilligen Verpflichtungen der Stadt gehen. Irgendwann muss die Administration Farbe bekennen. Man darf gespannt sein, mit wem in seinem breiten Wahlbündnis der OB zuerst Krach kriegt.
  • Fabian Lindner (20)

    Ich hätte mich sehr gefreut, hätte es in meinem Heimatort in Baden-Württemberg ein Jugendzentrum in der Art gegeben, wie es jetzt in Görlitz in Planung ist. So viel Platz für Jugendliche zur Verfügung zu haben, um sich zu treffen, kreativ und gesellschaftlich tätig zu sein und Veranstaltungen durchzuführen, finde ich großartig. Da ich erst ein paar Monate in Görlitz bin, kenne ich die Infrastruktur der bisherigen Jugendarbeit zwar noch nicht so genau, aber ein Jugendzentrum sollte auf keinen Fall in Konkurrenz zu bereits bestehenden soziokulturellen Angeboten treten.

 

 

Interview mit Renate Schwarze zum Jugendzentrum

September 2013

Frau Schwarze, Sie haben die Pläne für das neue Jugendzentrum kritisiert, weil sie hohe Kosten gefürchtet haben. Nun soll es tatsächlich kleiner werden. Ist das für Sie ein persönlicher Triumph?

Ich fühle mich bestätigt, wenn es um die Vorgehensweise geht. Das ursprüngliche Haus war der blanke Aktionismus. Das hat mir widersprochen. Auf der anderen Seite spüre ich keine Schadenfreude. Es spricht für mich nichts gegen ein Jugendhaus. Nur der Weg muss überdacht werden.

Gefallen Ihnen die neuen Pläne für das kleinere Jugendzentrum?

Das kann ich noch nicht sagen, denn ich kenne die Pläne noch gar nicht und weiß auch nichts über die Folgekosten. Für mich ist es wieder Aktionismus. Man kann doch nicht mitten in der Sommerpause sagen: Jetzt machen wir alles anders und haben schon die passenden Gebäude dafür.

Was wäre dann der richtige Weg?

Die Verwaltung sollte erst einmal in aller Ruhe die Stadträte informieren. Und dann sollten wir die Situation mit Vernunft prüfen und schauen, was sinnvoll ist. Das können auch ganz andere Standorte sein. Oder wir schauen, wo es schon Jugendangebote gibt, die wir unterstützen können.

Das heißt also, Sie wollen bei null anfangen. Aber an dem Jugendzentrum wird schon seit Ende 2011 geplant. Sollte es da nicht langsam mal losgehen?

Ich kann doch nichts dafür, dass bisher mit Aktionismus vorgegangen wurde. Wir haben einen Wählerauftrag und der heißt auch, Dinge mit Verantwortungsbewusstsein anzugehen. Ich sehe das ein bisschen wie mit der Stadthalle. Dort waren wir uns auch zuerst einig, dass wir sie wollen und dann war es nicht machbar. Vielleicht hätten wir auch beides verbinden können.

Sie meinen, die Jugend in der Stadthalle ansiedeln?

Ja, warum nicht. Um die Stadthalle mit Leben zu füllen, braucht es alle Generationen, nicht nur die Alten. Da hätte ich mir das durchaus vorstellen können. Jetzt halte ich das aber nicht mehr für möglich, denn die Stadthalle liegt auf Eis. Außerdem lässt sich die Halle nicht mit unter einer Million Euro pro Jahr unterhalten. Da steht die Frage, ob das überhaupt zu stemmen ist – egal, ob nun mit einer Stiftung oder anderweitig. Es fehlt einfach das Geld.

Aber für die Jugend sollte die Stadt schon Geld in die Hand nehmen?

Ja, auf jeden Fall. Ich persönlich bin für ein Jugendhaus. Ich erwarte aber von der Verwaltung strategisches Handeln. Wir wollen die Stadthalle, das Stadion der Freundschaft und das Jugendzentrum. Das muss Schritt für Schritt abgearbeitet werden und nicht, indem wir den Haushalt überfrachten und alles sofort haben wollen.

 

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